Verbrennungsmotor über 15 PS
Bei Booten mit Verbrennungsmotor ist der SBF Binnen Pflicht, wenn die Motorleistung mehr als 11,03 kW beträgt. Das entspricht 15 PS.
Klarer Leitfaden
Voraussetzungen, Prüfung und Geltungsbereich einfach erklärt
Sie möchten auf Flüssen, Kanälen und Seen ein Motorboot fahren? Dann brauchen Sie in vielen Fällen den Sportbootführerschein Binnen, kurz SBF Binnen. Hier erfahren Sie verständlich, wann er Pflicht ist, welche Voraussetzungen gelten und wie die Prüfung abläuft.
Der Sportbootführerschein Binnen ist der amtliche Bootsführerschein für die Binnenschifffahrtsstraßen in Deutschland. Dazu gehören viele Flüsse, Kanäle und Seen. Er berechtigt Sie, Sportboote unter 20 Metern Länge zu führen, deren Motor die gesetzliche Leistungsgrenze überschreitet.
Den SBF Binnen gibt es für Boote mit Antriebsmaschine, also Motorboote, und für Boote unter Segel. Sie können einen der beiden Bereiche oder beide zusammen erwerben. Der Führerschein ist unbefristet gültig, Sie müssen ihn also nicht verlängern.
Wichtig: Der SBF Binnen gilt nur auf Binnengewässern. Für die Küstengewässer von Nord- und Ostsee brauchen Sie den SBF See.
Ob Sie einen Bootsführerschein brauchen, hängt vor allem von der Motorleistung und der Länge Ihres Bootes ab. Die wichtigsten Punkte im Überblick (Stand 2026):
Bei Booten mit Verbrennungsmotor ist der SBF Binnen Pflicht, wenn die Motorleistung mehr als 11,03 kW beträgt. Das entspricht 15 PS.
Bei Elektromotoren liegt die Grenze bei mehr als 7,5 kW im Dauerbetrieb. Darüber brauchen Sie den SBF Binnen.
Der SBF Binnen gilt für Sportboote unter 20 Metern Länge. Für größere Fahrzeuge gelten andere Patente.
Boote bis 15 PS dürfen Sie auf den meisten Binnengewässern ohne Führerschein fahren, in der Regel ab 16 Jahren.
Auf einigen Gewässern in Berlin und Brandenburg brauchen Sie für Segelboote zusätzlich den SBF Binnen unter Segel.
Auf einzelnen Gewässern wie dem Bodensee gelten eigene Regeln und Patente. Informieren Sie sich deshalb vorab über Ihr Revier.
Bevor Sie zur Prüfung zugelassen werden, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. In der Regel brauchen Sie:
Fahrstunden sind nicht vorgeschrieben. Eine gute Vorbereitung auf Theorie und Praxis erhöht aber Ihre Chancen, die Prüfung gleich beim ersten Mal zu bestehen. Die verbindliche Liste erhalten Sie vom zuständigen Prüfungsausschuss.
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theorieprüfung beantworten Sie 30 Multiple-Choice-Fragen aus dem offiziellen Fragenkatalog: 7 Basisfragen und 23 spezifische Fragen zu den Binnengewässern. Zum Bestehen brauchen Sie mindestens 5 richtige Basisfragen und 18 richtige Binnen-Fragen.
In der praktischen Prüfung zeigen Sie auf dem Wasser, dass Sie ein Boot sicher führen können. Dazu gehören zum Beispiel das An- und Ablegen, das Manöver Mensch über Bord und einige wichtige Knoten.
Die Prüfungen nehmen Prüfungsausschüsse des Deutschen Motoryachtverbands und des Deutschen Segler-Verbands ab, die diese Aufgabe im Auftrag des Bundes übernehmen.
Den SBF Binnen können Sie für Boote mit Motor, für Boote unter Segel oder für beide Antriebsarten erwerben. Für den Bereich unter Segel kommt eine eigene Praxisprüfung hinzu. Wer später auch auf Nord- oder Ostsee fahren möchte, sollte den SBF See gleich mit einplanen.
Unser Tipp: Wenn Sie SBF Binnen und SBF See zusammen machen, beantworten Sie die Basisfragen nur einmal und sparen einen Teil der Gebühren. So kommen Sie mit weniger Aufwand zu beiden Scheinen.
Die amtlichen Prüfungsgebühren für den SBF Binnen liegen bei etwa 130 Euro. Dazu kommen der Kurs, ein ärztliches Zeugnis und Lernmaterial. Insgesamt sollten Sie für den SBF Binnen realistisch mit etwa 400 bis 550 Euro rechnen, je nach Anbieter und Region.
Eine ausführliche Aufstellung aller Kostenpunkte finden Sie in unserem Überblick zu den Bootsführerschein Kosten.
Welcher Schein passt zu Ihrem Boot? Welche Unterlagen brauchen Sie, und wie melden Sie sich zur Prüfung an? Genau bei diesen Fragen unterstützen wir Sie. Wir ordnen Ihr Vorhaben ein, erklären Ihnen den Ablauf in einfacher Sprache und erstellen Ihnen eine persönliche Checkliste mit den nächsten Schritten.
So gehen Sie gut vorbereitet in Ihre Prüfung und verlieren keine Zeit mit unnötigen Umwegen. Schreiben Sie uns kurz, welches Boot Sie fahren möchten und wo, und wir sagen Ihnen, was auf Sie zukommt.
Jetzt kostenlos über WhatsApp schreiben
Mehr zu unserer Unterstützung finden Sie auf unserer Seite Bootsführerschein erwerben.
Bei Verbrennungsmotoren ab mehr als 11,03 kW, das entspricht 15 PS. Bei Elektromotoren ab mehr als 7,5 kW im Dauerbetrieb. Auf einzelnen Gewässern wie dem Bodensee gelten eigene Regeln.
Für Boote mit Motor liegt das Mindestalter bei 16 Jahren, für Boote unter Segel bei 14 Jahren. Bei Minderjährigen ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten nötig.
Der Sportbootführerschein Binnen ist unbefristet gültig. Sie müssen ihn nicht verlängern.
Nein. Der SBF Binnen gilt nur auf Binnengewässern. Für die Seeschifffahrtsstraßen an Nord- und Ostsee brauchen Sie den SBF See.
Nein, Fahrstunden sind nicht vorgeschrieben. Eine gute Vorbereitung auf Theorie und Praxis hilft Ihnen aber, die Prüfung sicher zu bestehen.
Ja, Boote bis 15 PS dürfen Sie auf den meisten Binnengewässern ohne Führerschein fahren, in der Regel ab 16 Jahren. Auf bestimmten Revieren können Sie Charterboote außerdem nach einer Einweisung mit einer Charterbescheinigung führen.
Wir helfen Ihnen, die passenden Schritte für Ihr Boot und Ihr Revier einzuordnen.